CAR-T Zell-Therapien: Die Therapie kommt im Markt an – doch kommt sie auch verwendbar am Patienten an?

Der National Health Service (NHS) Großbritannien, bestätigt den Einsatz der CAR-T Zelltherapie Kymriah an einem 11-jährigen Leukämie Patienten im Great Ormond Street Hospital (GOSH), in London, laut jüngsten Berichten der BBC. Sprich CAR-T Gen und Zelltherapien kommen langsam in der Gesellschaft an. Doch ob die lebenswichtige Therapie, an der die letzte Hoffnung und das Leben eines Menschen hängt auch beim Patienten schadlos und einsatzbereit ankommt, oder eben nicht brauchbar ist, ist nicht so ganz sicher. Das stimmt bedenklich.

Im Rahmen der klassischen Läukemie-Therapie konnte dem 11-jährigen Yuvan Thakkar nicht geholfen werden. So ließ sich das Great Ormond Street Hospital (GOSH), in London in Abstimmung mit den Erziehungsberechtigten auf die Therapie ein. Vorab wurden ähnliche Therapien nur im Rahmen klinischer Forschungsstudien in Großbritannien durchgeführt.

Was ist eine CAR-T Zelltherapie genau
?

Eine CAR-T Zelltherapie beinhaltet die bereits etablierte Immuntherapie erweitert jedoch die Behandlung um eine Zell- und Gentherapie. CAR-T steht für „chimärer Antigenrezeptor-T-Zellen“ welche durch genetische Veränderungen zu aggressiven Tumorkillern werden.
T-Zellen sind fixer Bestandteil des menschlichen Immunsystems, sie können im Normalfall jedoch keine Tumorzellen erkennen und bekämpfen bzw entziehen sich die Tumorzellen den Angriffen durch molekulare Anpassungen.

Im manipulierten Zustand, erkennen die T-Zellen Krebszellen jedoch eindeutig als Bedrohung für den Körper und gehen auf Angriff. Was als Ergebnis einfach klingt ist ein hochkomplexer und schon lange anhaltender Entwicklungsprozess. Alleine die Grundlage, dass jede Therapie zu 100% auf einen einzelnen Patienten zugeschnitten ist legt Herausforderungen offen.
Kurz gefasst wird dem Patienten Blut entnommen, die Körper eigenen Abwehrzellen (T-Zellen) werden manipuliert um bei der Wiederverabreichung können diese aktiv gegen die Tumorzellen im Körper vorgehen.

Gibt es bereits positiv verlaufene CAR-T Therapien?

Erste Erfolge mit einer CAR-T Zelltherapie am Menschen konnten 2012 an der 6 -jährigen Emily Whitehead, welche von der Schulmedizin aufgegeben wurde, erzielt werden. Sie gilt seither von ihrer Leukämie geheilt. Es wird somit von einem Meilenstein in der Medizin gesprochen. Zurecht.

kymriah by novartis

Wo liegen die Kosten für eine CAR-T Zelltherapie?

Die BBC berichtet, dass das Produkt KYMRIAH (Novartis) mit welchem Yuvan Thakkar (11) therapiert wird Kosten in der Höhe von 282.000 brit. Pfund (370.000 $) verursacht. Im gleichen Atemzug wird erwähnt, dass der britische NHS (National Health Service) also die staatliche Gesundheits-Service bereits in umfassenden Verhandlungen mit dem Hersteller Novartis sei, um zukünftig die Preise bei breitem Einsetzen der Therapien wesentlich zu senken.

 

Aktuelle Probleme und Risiken in der CAR-T Zelltherapie

Eines der großen Probleme der CAR-T Zelltherapie ist im Grunde ein banales. Die Logistik. Es fehlt der Pharmaindustrie welche auf das Bewegen von Flüssigkeiten in großen Mengen ausgelegt ist, an vernünftigen und realistischen Lösungen für die agile und sichere globale Bewegung von Kleinmengen wie den gefrorenen CAR-T Therapiebeuteln mit einem Volumen von 50ml bis zu 0,5 Liter.
Es wird in der Biopharma besprochen, dass 1% – 3% der Therapien durch Verlust unbrauchbar werden. Die unkontrollierte Unterbrechung der Kühlkette, Materiafehler im Single Use Bag und einhergehende Biokontamination sowie mögliche Verunreinigungen beim befüllen des Transportmittels sind die häufigsten Ausflallsursachen.

Zukunftsausblick: Aktuell können durch die neuartige Therapie fünf schwere menschliche Erkrankungen bekämpft werden. Es sind jedoch knapp 300 weitere CAR-T Therapien in Entwicklung von denen alleine mehr als 110 Therapien verschiedene Tumor-Erkrankungen heilen sollen. Mehr als die Hälfte der 110 vielversprechenden Therapien sind bereits in der onkologischen Testphase I bis III.
Demnächst dürften 20 weitere CAR-T Zell-Therapien in die Phase IV, zur vollständigen Öffnung durch die FDA gelangen.

300 more car-t therapies are in development

Source/Quelle: Pharmaceutical Research and Manufacturers of America®

Der große Schmerzpunkt „Verlust der Therapie“ bleibt – oder ist er bereits gelöst?

Der Flaschenhals „sichere Logistik“ bleibt jedoch bestehen und wird durch die Zunahme an verfügbaren Therapien weiter eskalieren. Die Biopharma-Industrie wird weiter versuchen mit bestehenden, teils veralteten und nicht geeigneten Lösungen zu arbeiten, während immer mehr Patienten vergebens auf ihre Therapie warten, da diese beschädigt oder unbrauchbar ankommen.

Die Single Use Support GmbH hat dieses Problem nicht nur gelöst, sondern einen kompletten Prozess entwickelt. Klassisch wurde aus einem Flaschenhals eine Lösung entwickelt, welche die Patientensicherheit auf ein komplett neues Level hebt.

Mehr zu den Testphasen einer CAR-T Zell und Gentherapie, bevor diese auf dem Markt zugelassen wird:

Phase I: Initial trial of a drug in humans for dosing, safety, and early efficacy information (20-80 patients*)
Phase II: Subsequent trial of a drug’s safety and efficacy in a particular disease setting (100-300 patients*)
Phase III: Larger trial comparing a drug with best available therapy to confirm efficacy and safety; often used for drug approval (1000-3000 patients*)
Phase IV: Trial conducted after US Food and Drug Administration (FDA) approval to gain additional information about the drug’s risks and benefits (thousands of patients*)
*The patient numbers cited here apply to clinical trials in general.

 

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